Baden/A1: Fahrzeugbrand nach Schussabgabe (Zeugenaufruf)

Bild: Kantonspolizei Aarau

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Heute Nacht schoss ein Kosovare in der Nähe von Baden auf einen Landsmann, der im Auto sass. Dieser flüchtete auf die A1. Ausgangs Bareggtunnel geriet das Auto in Brand. Die Polizei nahm zwei Personen fest.

Ein Mann meldete am Samstag, 12. März 2016, um 3.45 Uhr, über den Polizeinotruf, dass er von einem Auto verfolgt worden sei. Einer der Insassen habe auf ihn geschossen.

Wie sich zeigte, hatte sich dieser Zwischenfall im Gewerbegebiet von Spreitenbach ereignet. Von dort fuhr der Anrufer dann auf die A1 in Richtung Bern. Kurz nach dem Bareggtunnel fing der graue Mercedes-Benz Feuer und brannte in der Folge aus.

Die Polizei traf den Lenker, einen 37-jährigen Kosovaren aus dem Bezirk Zofingen, abseits der Autobahn an. Bis auf einige Schürfungen, die er sich auf der weiteren Flucht zu Fuss zugezogen hatte, war er unverletzt.

Inzwischen hatte die Kantonspolizei bereits eine intensive Fahndung nach der Täterschaft ausgelöst. Eine Patrouille der Stadtpolizei Baden konnte den mutmasslichen Schützen nach kurzer Zeit bei der Ausfahrt Baden-West festnehmen. In seinem silberfarbenen Audi stellte die Polizei eine geladene Pistole sicher. Der ebenfalls 37-jährige Kosovare aus dem Kanton Zürich befindet sich in Haft.

Noch am Morgen konnte die Polizei auch einen mutmasslichen Komplizen an seinem Wohnort im Kanton Zürich verhaften. Es handelt sich um einen 43-jährigen Kosovaren.

Die genauen Umstände und Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau ermittelt wegen versuchter Tötung und Gefährdung des Lebens. Die Staatsanwaltschaft Baden hat eine Strafuntersuchung eröffnet und wird beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft stellen.

Die Ursache für den Fahrzeugbrand ist noch unklar. Aufgrund dieses Ereignisses musste die Kantonspolizei alle drei Fahrstreifen in Richtung Bern während rund einer halben Stunde sperren. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte der Verkehr danach den Brandplatz auf einem Fahrstreifen passieren. Kurz nach 6.30 Uhr war die A1 wieder normal befahrbar.

Die Kantonspolizei in Baden (Telefon 056 200 11 11) sucht Augenzeugen.


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